Im Langzeit-Forschungsprojekt ExtremeAqua, das vom WasserCluster Lunz ins Leben gerufen wurde, werden die spezifischen Forschungsthemen der einzelnen Arbeitsgruppen verbunden und die Folgen von extremen Wetterereignissen und Klimaveränderungen für aquatische Ökosysteme und ihre Organismen untersucht (wie auch im Projekt EXCARB).
Untersucht werden die Ökosysteme an drei Standorten: am Lunzer See, am Oberen Seebach und in den Donau-Auen im Osten von Wien.

Mehr über den Datenbestand und die Ausstattung an den Untersuchungsstandorten

Langzeit-Forschung ist die einzige Möglichkeit, ein umfassendes Verständnis über die vor sich gehenden Veränderungen in den aquatischen Ökosystemen zu gewinnen. Oberstes Ziel von ExtremAqua ist es aus diesem Grund, kontinuierlich Datensätze mit einem hohen räumlichen und zeitlichen Raster zur Verfügung zu stellen, die den Rahmen für grundlegende Forschungsfragen bieten.

Die Themen Wasserquantität, Wasserqualität, Wasserkreislauf und mögliche Veränderungen in diesem Zusammenhang werden uns in Zukunft sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben beschäftigen. Die Forscher von ExtremeAqua stehen Staaten und Firmen gerne mit Expertisen in Sachen Wasserverteilung, Prävention und Risikoeinschätzung von Naturkatastrophen (Überflutungen, Unwetter, Dürreperioden) zur Seite.

ExtremeAqua kann dabei auf ein umfassendes Netzwerk von Messungen und Datensätzen zurückgreifen, die hauptsächlich vom WasserCluster Lunz, aber auch vom Hydrologischen Dienst des Landes Niederösterreich und dem Zentralinstitut für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zur Verfügung gestellt werden. Im Sinne der Messungstechnologie ist die Messstation beim Oberen Seebach sehr gut ausgestattet, darüber hinaus repräsentiert sie ein natürliches und typisches Einzugsgebiet innerhalb der nördlichen Kalkalpen.
Online Messungen von Kohlendioxid, Sauerstoff und Methan im Fließwasser (Oberer Seebach), im Seewasser (Lunzer See) und in der Atmosphäre ermöglichen Analysen in hoher zeitlcher Auflösung. Darüberhinaus sind umfassende hydrochemische Datensätze abrufbar, die der WasserCluster Lunz zur Verfügung stellt.

Auf nationaler Ebene ist ExtremeAqua räumlich und institutionell in die Forschungsplattform „Eisenwurzen“ eingebettet, die Vorreiter der ökologischen Langzeitforschung in Österreich (LTER) ist. Diese Plattform ist eines der zwei Zentren für langzeitliche sozio-ökologische Forschung (LTSER) in Österreich.