
CARBOCROBE
Carbon Cycling and the Role of Microbes from Source to Sea
Gruppenleiterin: Katrin Attermeyer
Carbocrobe hat sich zum Ziel gesetzt, die Geheimnisse der kleinsten Organismen, die am Umsatz von Kohlenstoff in Binnengewässern von der Quelle bis zum Meer beteiligt sind, besser zu verstehen und zu enträtseln. Wir verwenden experimentelle und Feldstudien, um die Rolle von Mikroben in Kohlenstoff- und anderen Nährstoffkreisläufen in aquatischen Ökosystemen zu erforschen.
Forschungsschwerpunkte:
• Aquatische Mikrobielle Ökologie
• Kohlenstoffkreislauf von der Quelle zum Meer
• Forschung zu Umweltveränderungen
Link: https://carbocrobe.jimdosite.com

FLUVICHEM
Fluvial Biogeochemistry and Ecology
Gruppenleiterin: Gabriele Weigelhofer
Wir untersuchen, wie sich der Klimawandel und die Intensivierung der Landwirtschaft auf die Integrität und Funktionsweise von Bächen und Flüssen auswirken. Unsere Forschung zielt darauf ab, unser mechanistisches Verständnis der Widerstandsfähigkeit und Resilienz benthischer und hyporheischer Biofilmfunktionen gegenüber Stressfaktoren wie Unterbrechungen, Erwärmung, Verschmutzung und hydro-morphologischen Veränderungen zu verbessern. Außerdem konzentrieren wir uns auf Citizen Science, wissenschaftliche Bildung und Kommunikation, um die Kluft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu überbrücken.
Forschungsschwerpunkte:
• Nährstoffkreislauf vom Biofilm bis zum Fluss
• Widerstandsfähigkeit und Resilienz von Biofilmprozessen gegenüber globalen Veränderungen
• Partizipative Umweltforschung

LIPTOX
Aquatic Lipid Research and Ecotoxicology
Gruppenleiter: Martin Kainz
Tiere im Wasser reichern durch ihre Nahrung Nährstoffe, aber auch Schadstoffe an. Die Arbeitsgruppe LipTox erforscht die Herkunft und Zusammensetzung der Nahrung aus verschiedenen Gewässern. Untersucht wird, welche Nahrung den Tieren die wertvollsten Fette liefert, beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, und welche Nahrung die geringsten Schadstoffmengen liefert. Das ist nicht nur für Wasserorganismen von Bedeutung, sondern auch für die Menschen als Endkonsumenten an der Spitze der Nahrungskette.
Forschungsschwerpunkte:
• Nahrungsnetzforschung
• Ökotoxikologie
• Trophische Lipidforschung

SciFish
Synthesis of changes in Fish species and habitats
Gruppenleiter: Libor Závorka
Die Forschungsarbeiten der SciFish-Gruppe konzentrieren sich auf die Rolle des anthropogenen Drucks, der die funktionelle Vielfalt von Fischen prägt, sowie auf die Auswirkungen evolutionärer Veränderungen auf das Funktionieren von Ökosystemen. Seen und Flüsse beherbergen trotz ihrer relativ kleinen Oberfläche eine enorme biologische Vielfalt. Diese Ökosysteme stehen derzeit vor großen Herausforderungen, darunter biologische Invasionen und die Auswirkungen des Klimawandels, der zu Erwärmung und häufigeren extremen Wetterereignissen führt. Diese Probleme stellen eine erhebliche Bedrohung für die biologische Vielfalt und die Leistungsfähigkeit dieser Ökosysteme dar. Die wissenschaftliche Arbeit der SciFish-Gruppe zielt darauf ab, unser Verständnis der ökologischen und evolutionären Mechanismen, die auf Organismen in aquatischen Ökosystemen wirken, zu verbessern und so deren wirksame Erhaltung zu erleichtern.
Forschungsschwerpunkte:
• Ökoevolutionäre Dynamik in Seen und Flüssen
• Fischverhalten und -physiologie
• Biologie der aquatischen Invasionen
TRIDENT
Applied Biodiversity Research & Molecular Ecology
Gruppenleiterin: Bettina Thalinger
Die TRIDENT-Gruppe setzt modernste molekulare Methoden ein, um Muster der Biodiversität über Raum und Zeit hinweg zu untersuchen. Unser Forschungsprogramm konzentriert sich auf Leitarten des Naturschutzes, invasive und gebietsfremde Arten, Vektoren sowie lebensraumspezifische Wirbeltier- und Wirbellosengemeinschaften. Durch die Verknüpfung von Konzepten der molekularen Ökologie mit angewandter Biodiversitätsforschung wollen wir angesichts zunehmender anthropogener Einflüsse und des fortschreitenden Klimawandels zur Biodiversitätsüberwachung, zum Naturschutz und zum Management einzelner Arten beitragen.
Wann immer möglich, verfolgt die TRIDENT-Gruppe nicht-invasive Forschungsstrategien und arbeitet daher überwiegend mit Umwelt-DNA (eDNA) – genetischem Material, das Organismen in ihre Umwelt abgeben. Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die kontinuierliche Optimierung von eDNA-Beprobungsprotokollen, molekularen Assays, bioinformatischen Pipelines und Datenmanagementstrategien. Diese Bemühungen werden von dem übergeordneten Ziel geleitet, die Implementierung eDNA-basierter Ansätze in groß angelegten, standardisierten Biodiversitätsmonitoring-Programmen zu erleichtern.
Um eine breite Öffentlichkeit für unsere Forschungsaktivitäten zu gewinnen und gesellschaftliche Veränderungen sowie die politische Weiterentwicklung im Bereich Biodiversitätsmonitoring und Naturschutz anzustoßen, integrieren wir aktiv Citizen-Science-Initiativen und Stakeholder-Beteiligung in unsere Forschungsprojekte.
Forschungsschwerpunkte:
• eDNA-basiertes Biodiversitätsmonitoring
• Molekulare Ökologie von Leitarten
• Angewandte aquatische Ökologie
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